Sydney - Tag 3

Moin, moin,

es ist wieder soweit. Ein neuer Tag in Sydney, der entdeckt werden will. Das Wetter ist immer noch unbeständig und es besteht die Gefahr von Regenschauern. Also scheint es klug zu sein, sich nicht zu sehr von Möglichkeiten sich unterzustellen zu entfernen. Und hier sei es verraten. Das ist im Central Business District in Sydney nicht besonders schwer. 

 

Gestartet habe ich den Spaziergang natürlich mit einem Flat White Kaffee im Queen Victoria Building. Es ist eigentlich egal, wo man sein Kaffee zu sich nimmt. Er ist überall wahnsinnig gut und hat mit dem, was wir do in Deutschland bekommen nichts zu tun. Eine Wohltat und ein guter Start zur Entdeckungstour. Und da das QVB zentral liegt, kann man von dort alle anzusteuernden Punkte gut erreichen. Ich habe mich dann in Richtung Hyde Park bewegt, um einen Blick darauf zu werfen. An meinem ersten Tag hatte ich ihn ja schon aus der Höhe gesehen. Es ist ein netter innerstädtischer Park, der allerdings mit den Ausmaßen des Parks in London nicht im Entferntesten mithalten kann. 

Vom Park führte mich mein Weg dann auf die gegenüberliegende Straßenseite zur St. Mary‘s Cathedral, einer römisch-katholischen Kirche und Sitz des Erzbischofs des Erzbistums von Sydney. 

Nun war ich gerade vor einigen Wochen in Südwestengland und da kann man unendlich viele, schöne und sehr alte Kirchen bewundern. Da ist diese, zumindest was die Architektur angeht, nicht so spektakulär. Aber Sie ist Teil der Geschichte der Stadt und schon ein imposanter Bau. Und sakrale Bauten haben ohnehin ihren eigenen Reiz. Als ich so durch die Kirche ging, stieß ich auf eine Gruppe Koreaner, die sich gegenseitig fotografierten. Allerdings waren die Frauen traditionell gekleidet und nahmen für unsere Augen merkwürdige Posen ein. Man kann sagen. Ziemlich gestellt. Aber soweit ich koreanische Fotos in Erinnerung habe, durchaus Mainstream und gewünscht. 

Danach musste ich wegen eines heftigen Regenschauers erst einmal in der Kirche warten und könnte das Treiben der Menschen etwas beobachten. Nach kurzer Zeit ging es dann aber weiter die Macquarie Street hinunter, vorbei an den Sydney Barracks, der Mint, dem Parliament House und zur State Library of New South Wales. Dort ging ein Hinweis auf die Fotoausstellung zum World Photo Award 2019, die man besuchen könne. Ich interessiere mich etwas für Fotografie und hatte schon einige Bilder des Wettbewerbs gesehen. Daher nichts wie rein in das schöne Gebäude, das neben der eigentlichen Bücherei auch Kunstausstellungen beherbergt.

Die Fotos waren wirklich beeindruckend und man sah einmal mehr, welches Elend auf der Welt herrscht. Und dieses scheint Fotografen und Juroren auch irgendwie anzuziehen. Nun wollte ich nicht in düsteren philosophischen Betrachtungen versinken und suchte daher den Weg nach draußen. Und weiter ging es, vorbei an dem Botanischen Garten zu DER Attraktion in Sydney. Der Sydney Opera und links davon die Sydney Harbour Bridge. Da war ich nun also. Ein überwältigender Anblick im Licht der untergehenden Sonne. Unglaublich schön und auch architektonisch jedes einzelne der Bauwerke Meisterleistungen. Für diesen Anblick reist man gerne um die Welt. Jetzt war es Zeit, die Kamera zur Höchstleistung herauszufordern. Das wollte fotografiert werden und genau das habe ich gemacht. Aus allen Winkeln, die man als einfacher Tourist erreichen kann. 

Dann war es aber auch irgendwann genug und ich setze meinen Weg zum Circular Key fort, um dann an Campbell‘s Cove vorbei am Wasser Richtung Bangaroo zu gehen. Da es aber schon später war, habe ich Bangaroo erst einmal verschoben. 

Denn am nächsten Tag wollte ich die Oper noch einmal aus anderer Perspektive sehen oder besser gesagt, an ihr vorbei fahren. 

Aber dazu mehr am vierten Tag.

Bis denne

Euer omongkosong