Sydney - Tag 1

Moin, moin,

jetzt war er also da, der erste Tag in Sydney. Nach einem ausgiebigen Schlaf, gewappnet mit dem Wissen aus dem Reiseführer, machte ich mich an die erste Erkundung der Stadt. Also rein ins Zentrum, das nicht allzu groß ist. Man kann daher viele Dinge zu Fuß erledigen oder, sollte es notwendig werden, den Bus, die Metro oder die Stadtbahn nehmen. Da ich Städte meistens zu Fuß erkunde, habe ich diese Art der Erkundung gewählt. Man sieht einfach mehr, viele Kleinigkeiten, die man sonst vielleicht übersehen würde, und man bekommt ein Gefühl für den „Pulsschlag“ der Stadt. 

Der Weg führte mich in den CBD, den Central Business District. Dort stößt man sehr schnell auf das QVB, Queen Victoria Building, das eine nette Shopping Arkade, mit vielen netten Cafés, aufweist. Ein guter Anlaufpunkt, um sich zu orientieren. 

Und die viel auch nicht schwer und so führte mich mein Weg direkt zum Westfield Building mit dem Sky Eye Tower, in dem man auf 309 Metern Höhe in einem drehenden Restaurant essen kann. So hat man gleich einen hervorragenden Überblick über die Stadt und weiß die örtlichen Hinweise aus dem City Guide besser einzuschätzen. Und es gibt noch ein leckeres Essen. Ich hatte mich gegen das Buffet und für das Speisen a la Carte entschieden. Und habe auch gleich die Gelegenheit ergriffen, ein typisch australisches Gericht zu essen. Känguru. Da wird mancher meiner Leser denken, das schmeckt sicher merkwürdig. Ist in Deutschland ja nicht besonders oft auf den Speisekarten anzutreffen. Aber ich kann Euch beruhigen. Wenn man es nicht wüsste, würde man denken, man habe ein ganz normales Steak vor sich. Es sieht ähnlich aus, wird anscheinend so zubereitet und hat keinen besonders intensiven Geschmack. Also auch für unsere Gaumen genießbar. 

Nach einer zweifachen Drehung des Restaurants und einen guten Essen habe ich den Weg nach unten und schlendernderweise den Weg nach Darling Harbour angetreten. Das ist ja die Attraktion in Sydney und auch wirklich ein Highlight. Vom CBD ist es nicht weit und so konnte ich gemütlich in die Atmosphäre dort eintauchen. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, was hier im Winter gegen 17:30 Uhr der Fall ist. Und da in Sydney gerade die Vivid Lights laufen, war der gesamte Hafen in ein Meer von Licht getaucht. Spektakulär. Das ist für einen ersten Abend in der Stadt schon ein tolles Erlebnis. Also erst einmal schauen und die Atmosphäre aufnehmen, was ich einige Zeit gemacht habe. Da es derzeit recht kühl ist , so etwa 16 Grad am Tag und Nachts bis runter auf 9 Grad, habe ich dann nach einer etwas wärmeren Bleibe gesucht und bin bei dem Spaziergang auf das Sydney Casino gestoßen. Nun ist die Casinowelt nun wirklich nicht meine, aber ich dachte, ein Blick könne nicht schaden. Es gibt auch keine besonderen Kontrollen, man muss auch nicht spielen und so tauchte ich in die Welt des Glücksspiels ein. Ein riesiger Saal mit allen möglichen Spielautomaten und Spielen wie Roulette, Bacarat, Black Jack oder Texas Hold‘m.

Das Casino war voll von Chinesen, die hier die größte zugewanderte Community stellen und gerne spielen. Die Leute wandern dann von Tisch zu Tisch und schauen, ob sie Glück haben. Das geht alles in rasender Geschwindigkeit und ist sehenswert. Aber was noch sehenswerter ist, sind die Angestellten des Casinos an den Tischen. Nach jedem Griff den Sie machen, drehen sie ihre Handflächen nach oben um zu zeigen, dass sie nichts mehr dort drin haben. Das wirkt ziemlich skurril und ich habe jemanden gesehen, der das sogar im Gehen von einem zum anderen Tisch machte. Etwas gewöhnungsbedürftig. 

Nachdem ich mir das Treiben eine Zeit lang angeschaut habe, zog es mich wieder zurück nach Darling Harbour, den man gut zu Fuß umrunden kann. Die Lichter der angrenzenden Hochhäuser waren noch erleuchtet. Eine tolle Stimmung. 

Und danach ging es zurück in den CBD. Nicht ganz, denn vorher stolperte ich noch über die Anfänge von China Town und man glaubt es kaum, es gibt dort ein indonesisches Restaurant. Da ich dort lange gelebt habe und die Küche liebe, könnte ich nicht widerstehen und schon dass ich in dem kleinen Lokal. Und nach Öffnen der Speisekarte gab es eine Offenbarung. Alles was ich an Spezialitäten aus Indonesien kenne, fand ich auf der Karte. Jetzt hieß es nur noch auswählen und auf die Gerichte warten. Die Frage war. Würden Sie so schmecken wir in Indonesien oder nur bedingt so. In Deutschland haben wir zwar auch einige indonesische Restaurants. Aber meistens gibt es dort nicht die wirklich authentische Küche. Ich war also gespannt. Ein gutes Signal war die Anwesenheit vieler Indonesier, die anscheinend auch eine große Community in Sydney haben.

Und dann kam das Essen. Was soll ich sagen. Ein Traum. Das war indonesisches Essen pur. Genau so kenne ich es. Schon das zweite Mal an diesem Tag gab es gutes Essen. Wenn das so weitergeht, muss ich beim Rückflug Extragewicht anmelden. 

Aber dazu mehr morgen. 

Bis denne

Euer omongkosong